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Archiv für Etna

Sizilien Etna der Berg ruft

Der Etna auf Sizilien

Der Etna auf Sizilien

Ätna: Lockruf am Lavaberg

Der Ätna auf Sizilien zieht Tausende an. Die Besteigung ist für fast jeden machbar. Nur nicht im Alleingang.

Der Berg stinkt. Man muss das leider so sagen. Erhabene Gefühle? Ausgeschlossen, wenn schweflige Schwaden in die tränenden Augen stechen und es in der Lunge beißt, wenn alle vergeblich Tücher vor den Mund pressen und hustend nach Luft schnappen. Gewiss, man könnte sich jetzt abwenden, ein paar Schritte zur Seite treten, den tiefblauen Himmel und das phänomenale Panorama bewundern, die Weite Siziliens und des Ionischen Meeres, hier oben auf dem Dach der Insel. Aber dies ist schließlich der Ätna, der höchste und aktivste Vulkan Europas, und so geht der Blick – allen höllischen Ausdünstungen zum Trotz – wie magisch angezogen doch immer wieder in die Tiefe des Kraters.  … weiter lesen

Sizilien Taormina eine Sonnenterrasse hoch ueberm Meer

Taormina

Taormina

Taormina

Die Lage des kleinen Staedtchens versetzt seit Jahrhunderten Besucher in helles Entzuecken: hoch ueber der Steilkueste, an den Felsen geschmiegt, liegen die Haeuser im Schatten des allgegenwaertigen Etna. Der Charme Taorminas entfaltet sich vor allem auf den kleinen, mit Blumen geschmueckten Plaetzen, in den gut erhaltenen Fassaden und den verwinkelten Treppengaesschen. Der Corso Umberto, Lebensnerv und Flanierstrasse des Ortes, wird gesaeumt von liebevoll restaurierten Herrenhaeusern. Die Auslagen im Parterre sind mehr als verfuehrerisch suesse Koestlichkeiten, feine Lederwaren oder Kunsthandwerk locken ebenso wie die landestypische Kueche. Doch es ist wohl der Postkartenblick vom griechisch-roemischen Theater, dem Teatro Greco, der Taormina zum meistbesuchten Ferienort Siziliens macht. Etwa im 3. Jahrhundert vor Christus errichteten die Griechen in Panoramalage vor der Landschaftskulisse des Etna das urspruengliche Theater, das spaeter von den Roemern umgebaut und auf seine heutige Groesse erweitert wurde.

Mit den Roemern gerieten die feinsinnigen griechischen Tragoedien allerdings in Vergessenheit und Gladiatorenkaempfe sorgten fuer die Unterhaltung des antiken Publikums. Heute werden in den Sommermonaten wieder Theaterauffuehrungen sowie Konzerte in historischer Kulisse veranstaltet. Nicht nur zu naechtlicher Stunde, sondern vor allem am fruehen Morgen, laesst sich die bezaubernde Atmosphaere des Ortes am besten einfangen. Dann, wenn noch Stille und Einsamkeit die antiken Saeulen umweben, wenn die Luft noch klar ist und der nahe Etna sein geheimnisvolles Antlitz unverhuellt zeigt, werden die schwaermerischen Worte Goethes wieder lebendig, der Taormina vor rund 200 Jahren als eine paradiesische Ecke bezeichnete.

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